Artikel mit dem Tag "Ney Matogrosso"



Eine Weihnachtsgeschichte von Lucio Dalla und Chico Buarque
Chico Buarque lebte schon als Junge zwei Jahre in Rom. Sein Vater, der brasilianische Historiker Sérgio Buarque de Holanda, war dort zwei Jahre Geschichtsprofessor. Während seiner Zeit dort lernte er Italienisch. Er behielt sein Interesse für die italienische Kultur und griff in den siebziger Jahren Lucio Dallas Komposition "Gesù Bambino" auf. Er adaptierte sie als "Minha História" für Brasilien. Es ist ein wunderbares Weihnachtslied: eine Geburt, eine Mutter, ein Kind und ein mysteriöser Vater.

Angela Ro Ro: "Amor, meu grande amor"
Angela Ro Ro ist eine der markantesten Stimmen und Persönlichkeiten der brasilianischen Musik. Mit ihren Kompositionen, die Blues, Bolero, Samba und Rock mischten, prägte sie das MPB-Genre. Sie brach gesellschaftliche Tabus, war eine der ersten offen lesbischen Künstlerinnen Brasiliens. Liebeskummer, Exzesse und Selbstfindung spiegeln sich in ihren Liedern, die zu den schönsten der MPB zählen. Ich wollte schon länger über Angela Ro Ro schreiben. Nun ist sie leider mit nur 75 Jahren gestorben.

"Pavão Mysteriozo" - Ednardos mysteriöser Pfau
Ednardo, ein weiterer Sänger aus Fortaleza, der seine musikalische Karriere in den siebziger Jahren mit der Künstlergruppe "Pessoal do Ceará" begann (dazu gehörten auch z.B. Amelinha, Belchior oder Fagner), verfasste den Maracatu (den Rhythmus kennt ihr schon aus dem Eintrag zu Descartes Gadelha) mit Titel "Pavão Mysteriozo", um den Vogel Pfau als Symbol der Freiheit zu beschreiben. Der Sänger bittet den schönen Vogel mit seinen prächtigen ausgebreiteten Schwanzfedern um Hilfe gegen das Böse.