Artikel mit dem Tag "Gilberto Gil"



Eine ungewöhnlich-außergewöhnliche Kraft: Die "Força Estranha" von Gal Costa
Gal Costa war eine zentrale Figur in der avantgardistischen Kunst- und Musikbewegung des Tropicalismo der späten sechziger Jahre. Sie wurde aber darüber hinaus eine zentrale Figur der brasilianischen Musik im Allgemeinen und prägte diese über Jahrzehnte mit. Ihr Mitstreiter Caetano Veloso hat ihr mehrere Lieder komponiert. In "Força Estranha" würdigt er die Authentizität von Gal Costas künstlerischem Schaffen. Und wer hätte den Song besser singen können als sie selbst?

Mônica Salmaso: Balsam für die Ohren
Mônica Salmaso wurde 1971 in São Paulo geboren. Sie begann ihre künstlerische Laufbahn 1989 am Theater beim Regisseur Gabriel Villela. Ihr erstes großes musikalisches Projekt war Afro-Sambas (1995), das die Werke von Baden Powell und Vinícius de Moraes neu interpretierte. Bereits früh wurde sie für den Prêmio Sharp nominiert, 1999 gewann sie den renommierten Prêmio Visa MPB. Sie ist außerhalb von Brasilien immer noch ein Geheimtipp. Aber ihr lernt sie jetzt kennen.

The Secret Agent: Die "Banda de Pífanos de Caruaru"
In den Kinos läuft der Oscar-nominierte Film "O agente secreto" ("The Secret Agent") des Regisseurs Kleber Mendonça Filho. Der Soundtrack zum Film macht einen großen Teil seiner Spannung aus. Eine Szene des Films, in der ein Auftragskiller die Blutspur eines anderen Auftragskillers durch das Zentrum Recifes verfolgt, wird von einem Lied der "Banda de Pífanos de Caruaru" untermalt: Im Stück "A Briga do Cachorro com a Onça" geht es um den Kampf eines Hundes mit einem Jaguar. Wer gewinnt wohl?

Zwischen den Linien und darüber hinaus: Gilberto Gil und der "Meio do Campo" Afonsinho
Gerade bereite ich einen Vortrag über kollektive Intentionalität vor, den ich an der PUC in São Paulo halten darf. Dabei kam mir das Thema Fußball öfter in den Kopf, weil sich an einem Teamsport kollektive Absichten illustrieren lassen. In Gilberto Gils "Meio Campo" geht es auch um Fußball. Das Lied ist ein Brief an Afonsinho, einen Spieler, der zum Symbol für Widerstand, Individualität und Freiheit im brasilianischen Sport wurde, und der Mediziner, Intellektueller und politischer Aktivist ist.